Neulich beim Graphic Recording in Madrid
SAP das große Thema
Darum ging's:

★ Das Event: 2 Tage Kickoff eines internationalen Konzerns
★ Das Thema: weltweiter Software-Rollout
★ Am Start: 80 Personen aus Leitung, Strategen, IT, PMO, Kommunikateure
★ Das Ziel: alle auf das große Projekt einschwören und zur Partizipation animieren
★ Sprache: Englisch
★ Dazu: Live-Visualisierung von Vorträgen, Workshops, Q&As als visuelle Dokumentation des Geschehens
Der Weg zu einem Graphic Recording im Flow

Graphic Recording (oder auch: Live Visualisierung oder Visual Recording) bedeutet für den Zeichner genau hinhören, überlegen, schreiben, zeichnen, hinhören, überlegen, schreiben, zeichnen...immer wieder und wieder, in rasantem Tempo, und das den ganzen Tag lang.

Das zehrt zwar ziemlich an den Kräften, aber dank des permanent ausgeschütteten Adrenalins merkt man's irgendwie nicht.

Möchte man nicht nur ein hübsches Bild zeichnen, sondern auch möglichst gut und intelligent zusammenzufassen, ist das nur mit der richtigen Vorbereitung zu schaffen. Diese hilft mir auch immer, den Druck vor Ort zu reduzieren. Gut vorbereitet zu sein gibt einfach ein gutes Gefühl. Ich kann's dann kaum erwarten, bis es endlich losgeht.
Die Schritte:

Dazu gehört zunächst einmal ein erstes Briefing, um zu erfahren, was der Kunde möchte, worum es geht, was das Ergebnis sein soll und natürlich auch, wer - im Sinne von Rolle, Job, Anzahl der Leute - dabei ist.

Logistisches ist zu klären: Wo findet das Ganze statt? Wann ist Start, wann Ende? Wie sind die Begebenheiten vor Ort? Soll die Location gewechselt werden?

Wie sieht die Struktur des Events aus? Gibt es Vorträge, Diskussionsrunden oder gar parallel laufende Workshops? Wie sind die Zeiten im Einzelnen?


Für alles gibt es eine Lösung, auch wenn's erst einmal noch so tricky erscheint. Mittlerweile habe ich schon so viel erlebt, dass die Erfahrungsschatzkiste für fast jedes Problem eine Lösung enthält. Neue Herausforderungen finde ich spannend, verwandele sie in neue Ideen und Lösungen, und schließlich landen sie in der Schatzkiste.
Bei diesem Job in Madrid gab's gleich mehrere logistische Herausforderungen für mich:

Ich musste fliegen, d.h. ich konnte weder meine eigene 6 Meter lange Graphic Wall noch Papier mitnehmen.

Ich wusste nicht genau, wie die Wände vor Ort beschaffen sind.

Die beiden Veranstaltungstage fanden an 2 verschiedenen Orten statt.
Mein Handwerkszeug im Handgepäck - OMG!
Beim Rückflug mit den fertigen Werken
Nach einigen Mails und Telefonaten war aber dann im Vorfeld alles klar. Papier wurde kurzerhand von der Assistentin direkt in Spanien organisiert, das wichtigste Handwerkszeug (und das ist bei mir sehr viel und schwer!) wanderte ins Handgepäck.

Einen Graphic Wall Verleiher hatte ich angefragt, ob er mir eine Wand für Madrid besorgen könne. Die Antwort war ja, aber dann konnten sie mir weder Preise nennen noch Termine zusagen, und schließlich habe ich gar nichts mehr vom Verleiher gehört. Sehr unprofessionell, never ever! Daher entschied ich mich, das Papier direkt an der Konferenzraumwand aufzuhängen - Wandbeschaffenheit mit ihren Paneel-Zwischenräumen hin oder her.
Das Setting: So sieht's 5 Minuten vor offiziellem Event-Start aus
Natürlich ist auch die inhaltiche Vorbereitung ein muss. Dazu schaue ich mir vor allem die Struktur und Themen des Events an. Daraufhin entscheide ich mich für eine grobe Blatteinteilung, Farbcodes und Schrift-Hierarchien. Vor Beginn stehen Überschrift, Logo und ein paar Visuals. Das hilft, Zeit zu sparen und verschafft den Teilnehmern einen ersten Eindruck von dem, was ich da den Tag über tun werde. Dann kann's endlich losgehen!
In der ersten Stunde
Da muss ich nochmal auf die Präsentation schauen
Sobald ich mit dem Schreiben und Zeichnen starte, kenne ich kein Ende. In Madrid sind in den beiden Tagen 3 schöne Bildwerke entstanden. Bild 1 erklärte Ziele, Timelines und Zusammenhänge des Megaprojekts, Bild 2 und 3 fassten Diskussionsrunden und Workshopergebnisse visuell zusammen.
Kurze Verschnaufpause - auch mal sitzend
Neuer Tag, neues Blumenkleid
Ich liebe meinen Job, denn am Ende - und das weiß ich genau - stehen die Gastgeber, Teilnehmer und ich immer staunend und voll beseelt vor den übergroßen Bildwerken und Event-Protokollen! Das war auch in Madrid nicht anders.

Bilder tragen einfach zum Verständnis bei, lassen Zusammenhänge erfassen, bleiben besser haften und werden entsprechend gut erinnert. Visualization works!

Let's go with the Flow - immer wieder und wieder!
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